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11.10.-22.10.2021 Herbstferien

... Gertrud-Bäumer-Realschule Essen

100 Jahre Einheit in Vielfalt

Cape Canaveral im us-amerikanischen Sonnenstaat Florida ist bekannt dafür, dass von dort aus Raketen in Richtung Weltraum starten. Der Schulhof der Gertrud-Bäumer-Realschule an der Grünstraße mausert sich allmählich zu einem ebensolchen Weltraumbahnhof: schon zum zweiten Mal startete eine Raumsonde in die Stratosphäre, also den Übergangsbereich zwischen Erdatmosphäre und Weltraum.

Zuvor hatten die Physiklehrer Mehmet Dalar und Dennis Drangusch in Kooperation mit der Firma „Stratoflights“ ein mehrtägiges Projekt mit der Klasse 10d durchgeführt. Dabei wurden in Gruppen diverse Gehäuse gebaut, von denen anschließend eine per Abstimmung für den Flug in die Stratosphäre ausgewählt wurde. Diesmal war sogar ein Fernsehteam des WDR in der Schule, um in der Lokalzeit Essen über das Projekt zu berichten.

Aufgrund des zu erwartenden Regenwetters war der Start der Sonde schon zu Beginn der Woche vom Mittwoch- auf den Donnerstagvormittag, 30. September verschoben worden. Das war die richtige Entscheidung: bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich die Schulgemeinde sowie diverse Medienvertreter/innen am Donnerstag auf dem Schulhof und sahen zu, wie die Sonde an einem mit Helium gefüllten Ballon befestigt wurde. „Zehn, neun, acht, sieben, sechs…“ - alle zählten den Countdown mit und unter lautem Beifall und Jubel stieg der Ballon bei „Null“ in den Himmel.

Von diesem Moment an hieß es: Warten! Wann würde die Sonde die Stratosphäre (ca. 38 km Höhe) erreichen? Per GPS konnten die 10d und ihre Lehrer verfolgen, welchen Weg die Sonde nahm. Besonders spannend war natürlich die Frage, wo die Sonde nach erfolgreichem Flug wieder landen würde.

Mittags war klar: die Sonde war in einem Waldstück nahe der hessischen Stadt Marburg niedergegangen. Herr Dalar und Herr Drangusch begleiteten das Team von „Stratoflights“, um die Bergung vor Ort zu verfolgen. Die war, wie sich herausstellte, dieses Mal gar nicht so einfach: das Gehäuse mit der Sonde war hoch oben in einem Baumwipfel steckengeblieben! Für das „Stratoflights“-Team bedeutete das eine echte Herausforderung. Mit einer Drohne gelang es ihnen schließlich nach zweieinhalb Stunden, die Sonde unversehrt aus dem Baum zu befreien. Herr Dalar berichtete: „Wenn das nicht geklappt hätte, hätten wir einen professionellen Kletterer verständigen müssen.“ Glücklicherweise war ein solcher Einsatz nicht nötig.

Nun werden die Bilder, die die in der Sonde installierte Kamera aufgezeichnet hat, im Unterricht ausgewertet. Für die 10d bleibt dieses Projekt sicherlich unvergesslich!

Stichwort: MINT-Projekt

Bereits im vergangenen Schuljahr konnte ein entsprechendes Projekt erfolgreich durchgeführt werden. Als Talentschule erhält die Gertrud-Bäumer-Realschule Fördergelder der Organisation „ZDI“ (= „Zukunft durch Innovation“), die die Förderung von MINT-Projekten vorantreibt.

Herr Dalar plant auch für das nächste Schuljahr ein Projekt dieser Art: „Natürlich wird dieses Projekt weiterentwickelt. So ist denkbar, dass wir die Sonde zum Beispiel mit einem Schaumkuss bestücken und gucken, was in der Stratosphäre damit passiert!“ Bei diesen originellen Ideen sind wir schon jetzt neugierig auf eine Fortsetzung des Projekts im nächsten Jahr!

B. Waschk

Als Talentschule füllen wir uns dazu verpflichtest in allen Jahrgangsstufen Projekte in den MINT – Fächern anzubieten.

In der Jahrgangsstufe 7 wird der Bereich Technik abgedeckt.

Dazu wollen wir mit einem Team ausfreiwilligen Schülerinnen und Schülern Hochbeete für unseren Schulgarten Bauen.

Diese werden im Anschluss vonanderen Projekten bewirtschaftet.

Weg zum Ziel Projekt „Hochbeet Bauen“ 

Internet Recherche -> Skizzen -> Material bestimmen -> Beschaffung -> Arbeitsplan -> Werkzeuge -> Bau des Hochbeets.

Wann: 25.10.-29.10.2021

Die Teilnehmerzahl ist Aufgrund der Räumlichkeiten auf max. 16 begrenzt. Bei zu vielen Anmeldungen entscheidetdas Los, wer ins Team kommt.

Projektflyer mit Anmeldung

Nachdem unsere neuen Fünftklässler sich nun ein wenig eingewöhnt haben, gab es in dieser Woche doch noch etwas Neues: der Mensabetrieb wurde aufgenommen. Wie jedes Jahr gab es für alle Fünferklassen ein Probeessen vom Catering-Dienst, der RGE, der unsere Schule an den drei „Langtagen“ Montag, Mittwoch und Donnerstag mit Mittagessen versorgt.

Während der Mensabetrieb im letzten Schuljahr aufgrund der Corona-Pandemie bis auf wenige Tage im November eingestellt worden war, soll es nun wieder regelmäßig ein Mittagessen an unserer Schule geben - natürlich nicht nur für die neuen Fünfer.

Frau Schäfer, die für die Organisation des Ganztagsbetriebs an der Gertrud-Bäumer-Realschule verantwortlich ist, hat in enger Absprache mit der Schulleitung und dem Catering-Dienst ein Hygiene-Konzept erarbeitet, das natürlich beim Probeessen schon mit eingeübt und von den Kindern sehr gut umgesetzt wurde.

Das Probeessen - Spaghetti Bolognese - kam bei den Fünfern übrigens bestens an. Und auch das Warten in der Schlange vor der Essensausgabe sowie das Wegräumen des Geschirrs nach dem Essen klappte bereits sehr gut. Hoffen wir, dass wir das Mittagessen trotz der nahenden „vierten Welle“ in diesem Schuljahr aufrecht erhalten können!

B. Waschk

 

Der erste Tag an der weiterführenden Schule ist für jeden neuen Fünftklässler etwas Besonderes. Doch in diesem Jahr kamen neben der Spannung, wie die neuen Mitschüler, Lehrer und Fächer wohl sein werden, die coronabedingten Vorgaben dazu. Abstands- und Hygieneregeln, Masken und Co. werden auch in diesem Schuljahr den Schulalltag begleiten.

Wie schon im letzten Jahr war eine Feierstunde in der Aula leider nicht möglich. Der Andrang wäre zu groß gewesen; der neue Fünferjahrgang wird wiederum fünfzügig sein. So versammelten sich die neuen Fünftklässler, ihre Eltern und die Lehrer auf dem Schulhof, wo sie von Frau Bielefeld herzlich begrüßt wurden. Die neuen Klassenlehrer/innen schlossen sich direkt an. In diesem Jahr übernehmen Frau Stolarski, Frau Kreyenbrink, Frau Mörmel, Frau Rasheed und Herr Dalar eine fünfte Klasse.

Kaum in den neuen Klassenräumen – die zurzeit natürlich noch sehr unpersönlich und trist aussehen – angekommen, stand schon gleich ein Test auf dem Programm. Gemeint ist natürlich der Corona-Selbsttest, der zweimal pro Woche für die Schüler verpflichtend ist. Auch das muss geübt werden, da für die Kinder, anders als an der Grundschule, keine Lollitests mehr vorgesehen sind.

Die nächsten Schultage werden die neuen Fünftklässler nach dem Konzept des „Sanften Übergangs“ verbringen: ganz viel Klassenlehrerunterricht, aber auch Kooperationsspiele mit dem Sozialarbeiterteam und sogar ein erster Ausflug in die Gruga sind geplant. Und natürlich werden die Kinder ihren Klassenraum einrichten und gestalten und schon die ersten Schritte in Richtung einer guten Klassengemeinschaft unternehmen.

Wir wünschen den neuen Fünftklässler/innen, dass sie sich schnell an unserer Schule eingewöhnen, bald neue Freunde kennenlernen und viel Spaß und Erfolg beim Lernen haben!

B. Waschk

Stell‘ dir vor, es ist die letzte Schulwoche der 10er und kein Motto ist erkennbar… Kaum vorstellbar, dass die letzten Schultage an der Gertrud-Bäumer-Realschule für die 10er einfach sang- und klanglos verstreichen! Das jedenfalls dachten sich die Kulturbeauftragten unserer Schule, Frau Liebscher und Frau Eschenbach, und initiierten eine letzte Schulwoche der ganz besonderen Art.

Der Grund für die besondere Gestaltung dieser letzten Woche liegt natürlich – wie so vieles in diesem Schuljahr – darin, dass die immer noch geltenden Corona-Maßnahmen beachtet werden mussten. Zwar läuft seit einigen Wochen auch der Schulbetrieb vergleichsweise „normal“ ab, doch war dies lange Zeit nicht klar und so konnten die Planungen für die Aktivitäten der Abschlussklassen erst recht kurzfristig aufgenommen werden.

Letztlich waren es dann auch die coronabedingten Einschränkungen, von denen unsere fünf 10er-Klassen profitierten. Die Gertrud-Bäumer-Realschule nimmt seit einiger Zeit am Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ teil. Die für unsere Schule zuständige Kultur-Agentin Corinna Höngesberg plant in Kooperation mit Frau Liebscher und Frau Eschenbach über das Schuljahr hindurch mehrere Projekte in allen Jahrgangsstufen – so jedenfalls ist der Plan. Während der lang andauernden Schulschließung oder den Wochen des Wechselunterrichts mit den einhergehenden Corona-Beschränkungen konnte in diesem Schulhalbjahr natürlich kein Projekt durchgeführt werden, so dass das Budget für derlei Aktivitäten bei weitem nicht ausgeschöpft worden war. So ergab es sich quasi von selbst, dass die Zehntklässler ihre letzte Schulwoche in verschiedenen kreativen Workshops verbrachten.

Die Klassen 10c und 10d widmeten sich der Gartenkunst. Die schon in die Jahre gekommenen Paletten-Sitzmöbel im Schulgarten wurden frisch gestrichen und ein Sonnensegel angefertigt und aufgestellt. Im Ganztagsbetrieb nutzen die Klassen 9 und 10 den Garten als „Lounge“ während der Mittagspause.

Die Klassen 10a und 10e wiederum gestalteten mit einem Graffiti-Künstler eine der Außenwände der Turnhalle: „Einer für alle, alle für einen!“ ist nun dort in großen, bunten Buchstaben zu lesen; ein Motto, das gut zum Wahlspruch unserer Schule passt: „Einheit in Vielfalt!“

Zusammen mit den sog. „Medienmonstern“ nahm die Klasse 10b kleine Selbstinszenierungen mit der Greenscreen-Technik vor. Fragte sich die Klasse zunächst noch, was man sich unter diesem Workshop vorzustellen habe, schlug dies schnell in Begeisterung um. Die vielfältigen Möglichkeiten, die diese aus der Filmproduktion bekannte Technik bietet, führten zu vielen kreativen Ergebnissen und viel Spaß unter den Schülerinnen und Schülern.

Das hochsommerliche Wetter und die entspannte Atmosphäre sowie kleine Ausflüge in die nähere Umgebung – etwa zur Villa Hügel – trugen dazu bei, dass unsere 10er-Klassen nach den Einschränkungen der letzten Monate doch noch einmal als Klasse Zeit miteinander und den langjährigen Klassenlehrer/innen verbringen konnten. So fand ihre Zeit an der Realschule dann doch noch einen gelungenen, schönen und besonderen Abschluss!

B. Waschk

Klassen 10a und 10e 

 

Klassen 10c und 10d

Tests gehören zum Schulalltag eines/r jeden Schüler/in – das ist mal klar! Doch die Corona-Selbsttests, die nun bundesweit an den Schulen durchgeführt werden, sind natürlich etwas ganz Neues. Statt Füller, Tintenkiller und einem Blatt voller Aufgaben kommen nun „sterile Abstrich-Tupfer“, „Extraktionsröhrchen“ und „Schnelltestkassetten“ zum Einsatz.

Was sich sehr kompliziert-medizinisch anhört, ist im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht. Vereinfacht gesagt: mit einem Wattestäbchen wird in beiden Nasenlöchern ein Abstrich genommen. Dieser Abstrich wird in ein Röhrchen mit einer Flüssigkeit getaucht. Nach einer kurzen Einwirkzeit werden ein paar Tropfen davon auf eine kleine Plastikscheibe geträufelt. Nach ungefähr 15 Minuten wird das Ergebnis angezeigt: erscheint in einem kleinen Sichtfenster nur ein einziger Kontrollstrich, ist der Test negativ. Erscheinen zwei Striche, besteht der Verdacht auf eine Infektion mit Covid 19. Ein abschließendes, endgültige Sicherheit bietendes Ergebnis erfolgt durch einen PCR-Test, den ein Arzt durchführt.

Auch an unserer Schule fanden in der letzten Schulwoche vor den Osterferien in allen Klassen diese Selbsttests statt. Frau Bielefeld hatte eigens ein Erklärvideo dazu aufgenommen. Das schauten sich alle Schüler/innen zunächst aufmerksam an. Unter der Aufsicht einer Lehrperson testeten sich die Schüler/innen anschließend selbst.

Zugegeben: im Vorfeld gab es ein paar besorgte Gesichter. Insbesondere die Sache mit dem Abstrichnehmen beschäftigte die Schüler/innen. Wird es wehtun? Wie weit muss das Stäbchen in die Nase hinein? Was ist, wenn das Testergebnis positiv ausfällt?

Doch letztendlich überwand sich die große Mehrheit der Schüler/innen und griff beherzt zum Wattestäbchen. Nach erfolgtem Test war die Erleichterung da und übereinstimmend lautete das Urteil: alles halb so wild!

Nora aus der 8d meinte im Anschluss: „Es war nicht so schlimm wie erwartet.“ Ihre Mitschülerin Rania antwortete auf die Frage, wie der Test für sie war: „Normal! Ich habe nichts gemerkt!“ Havanur fand sogar: „Es war spaßig.“ Djene gab zu: „Es hat ein bisschen gekitzelt, auch als es vorbei war.“ Salim, ebenfalls Schüler der 8d, fasst es wie folgt zusammen: „Es war kein großes Thema, das zu machen. Es wurde alles gut erklärt und gut organisiert. Ich werde es wiederholen.“ Dazu soll er nach den Osterferien regelmäßig Gelegenheit haben. Läuft alles wie geplant, sollen Lehrer/innen wie Schüler/innen zweimal die Woche getestet werden.

Die regelmäßigen Testungen sollen dazu beitragen, dass eine erneute Schulschließung umgangen werden kann. Denn auch, wenn die meisten Schüler/innen inzwischen gut mit dem Distanzlernen zurechtkommen, ist es kein vollwertiger „Ersatz“ für den Präsenzunterricht. Havanur weiß es zu schätzen, dass jede/r Schüler/in die Möglichkeit hat, sich selbst zu testen: „Ich bin dankbar, dass ich es kostenlos machen darf.“

B. Waschk

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Was wurde eigentlich aus unserer Sonde?

Die steigenden Infektionszahlen, der Lockdown, das Distanzlernen – viel ist im letzten Vierteljahr passiert und darüber wäre ein tolles Ereignis, das Anfang Dezember an unserer Schule stattfand, beinahe in Vergessenheit geraten! Aber eben nur beinahe – glücklicherweise. Die Rede ist hier natürlich von der Sonde, die „unsere Gertrud ins All“ geschickt hatte, von der es jetzt Beeindruckendes zu berichten gibt.

Zur Erinnerung: zusammen mit seinem Physiklehrer Herrn Dalar hatte der 10nb-Kurs in Kooperation mit der Firma „Stratoflights“ ein Projekt verwirklicht, das nicht nur an unserer Schule, sondern auch innerhalb Essens für (mediale) Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Sonde gebaut, die es buchstäblich „in sich“ hat.

„Die Sonde, welche von uns gebaut worden ist, besteht aus einem Styroporgehäuse“, berichtet Herr Dalar. „In diesem Gehäuse wurden zwei Kameras (inklusive zwei Powerbanks), ein Datenlogger (Datenerfassungsgerät) und zwei GPS-Sender eingebaut. Der Datenlogger dient dazu, dass man alle zwei Sekunden verschiedene Parameter wie Innen- und Außentemperatur der Sonde, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit misst. Des Weiteren wurde eine Halterung (aus Holz) mit drei Reagenzgläsern an dem Gehäuse befestigt. In diesen Reagenzgläsern befand sich Cola, Wasser und Schokolade.“

Vor den Augen der gesamten Schulgemeinde stieg am Donnerstag, 10. Dezember um Punkt 09.48 Uhr MEZ ein weißer, mit Helium gefüllter Ballon bis in die Stratosphäre hinauf; im „Gepäck“ die selbstgebaute Sonde.

Und wie ging es weiter? Herr Dalar berichtet: „Um 12.20 Uhr landete die Sonde mit dem Fallschirm auf einem Feld in Vöhl und konnte ganz einfach geborgen werden.“ (Die Gemeinde Vöhl liegt in Nordhessen, etwa 200 km von Essen entfernt.) Die Mitarbeiter der Firma „Stratoflights“ fuhren dorthin und bargen die Sonde. Die Auswertung des Filmmaterials mit allen an dem Projekt Beteiligten erfolgte per Videokonferenz Mitte Dezember.

Die Bilder, die die Sonde aufgezeichnet hat, sollen der Schulgemeinde natürlich nicht vorenthalten werden. Herr Dalar hat dazu einen sehr beeindruckenden Film erstellt:

Viel Spaß beim Anschauen!

B. Waschk

Wie unsere Schülerinnen und Schüler den Distanzunterricht erlebten

Kaum zu glauben: drei Monate ist es her, dass der größte Teil unserer Schülerinnen und Schüler das letzte Mal in der Schule war. Nachdem Anfang Dezember bereits klar war, dass die Weihnachtsferien ein paar Tage eher beginnen würden, kam die Schulschließung mit dem 14. Dezember dann doch recht plötzlich. Nur eine Notbetreuung wurde angeboten, für die anderen hieß es: Lernen auf Distanz. Schon wieder – nach dem Lockdown im Frühjahr des letzten Jahres war dies nicht neu. Dennoch war vieles anders geregelt als noch im März. Die wesentliche Änderung und gleichzeitig größte Herausforderung: Die neue Lernplattform Logineo.

Die Abschlussklassen kamen zuerst

Nach drei Monaten des Distanzlernens per Videokonferenzen und Einarbeitung in die Nutzung besagter Lernplattform hieß es ab dem 24. Februar bereits für unsere fünf Abschlussklassen: zurück in die Schule! Denn ob Lockdown oder nicht: der Juni rückt näher und damit das Entlassdatum nach sechs Jahren Realschulzeit. Die Klassen wurden in zwei Gruppen geteilt und die wechselten sich mit dem Schulbesuch tageweise ab.

Wieder etwas Neues: der Wechselunterricht

Am 15. März folgten dann alle anderen Jahrgangsstufen nach demselben Prinzip, das die schöne Bezeichnung „Wechselunterricht“ trägt. Wie bei den 10ern wurde jede Klasse in „Gruppe A“ und „Gruppe B“ geteilt. Kamen in der Woche vom 15. bis 19. März die Schülerinnen und Schüler der Gruppe A gleich dreimal in die Schule (nämlich Montag, Mittwoch und Freitag), so lernten die Schülerinnen der Gruppe B an diesen Tagen nach wie vor zu Hause. Lediglich am Dienstag und Donnerstag mussten sie zur Schule kommen. In der Woche vor den Osterferien wird getauscht.

Die Digitalisierung hält allmählich Einzug in die Klassenzimmer

Der Einstieg in den sogenannten „Präsenzunterricht“ verlief aufgrund guter vorheriger Planungen reibungslos. Zwar müssen nach wie vor Masken getragen und die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, doch gibt es wieder persönliche Begegnungen mit den lange vermissten Klassenkameraden/-innen. Neu ist auch, dass ab sofort internetfähige Endgeräte wie i-Pads, Tablets oder Handys bereitgehalten werden müssen. Denn das digitale Lernen hat unwiderruflich Einzug gehalten und wird sicherlich den Schulalltag der Zukunft prägen.

„Der Corona-Virus macht mir schon Angst“

Wie haben unsere Schülerinnen und Schüler die Zeit im Distanzlernen erlebt? Welche Erfahrungen haben sie mit dem Distanzunterricht gemacht und wie fühlen sie ich angesichts der andauernden Pandemiesituation? Einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 8d haben ihre Gedanken und Eindrücke dazu geäußert.

„Der Corona-Virus macht mir schon Angst, da man nie genau weiß, wie es bei sich selber ist“, so empfindet es Shirine. „Man kann sich nur bestimmte Teile vorstellen, die man erzählt bekommt. Ich selber kenne auch welche, die es hatten.“ Ayliz meint: „Ich habe Angst, dass meine Freunde und Familie Corona kriegen könnten. Ich kenne auch Leute, die schon mal Corona hatten.“ – „Ich habe Angst um ältere Menschen, z.B. meine Oma, meine Mutter und meinen Vater“, sagt Malak.

Vor- und Nachteile des Distanzunterrichts

Das Lernen zu Hause war für alle eine große Umstellung und auch Herausforderung. Shirine hat diese aber ganz gut bewältigt: „Am Anfang hatte ich Probleme mit Logineo, aber nach einer Zeit kam ich damit klar und nun klappt alles“, so die Achtklässlerin. „Ich habe mir meine Aufgaben in der Woche aufgeteilt und habe somit alle meine Aufgaben bis zum Ende der Woche erledigt.“ Und wie hat sie die Videokonferenzen erlebt? „Die Videokonferenzen waren gewöhnungsbedürftig, aber sonst gut.“ Den Umgang mit Logineo haben die meisten – auch durch die Hilfe der Eltern, der Lehrer/innen und des LMS-Support-Teams – schließlich gelernt. Arda erzählt: „Bei Logineo haben die Lehrer immer hochgeladen, was wir bearbeiten sollen. Im Kalender waren auch die Termine, wann wir eine Videokonferenz haben.“ Auch Ayliz findet: „Das Arbeiten mit Logineo war gut. Nachdem ich mit den Hausaufgaben fertig war, konnte ich meine Aufgaben abschicken. Dort steht auch immer, wie viel Zeit wir haben, bis wir sie abschicken müssen.“

Doch gab es natürlich auch Schwierigkeiten, wie Anastazija erzählt: „Der Umgang mit Logineo war gut, aber auch manchmal kompliziert. Manchmal war das WLAN nicht so gut und dann konnte man auch nicht an den Videokonferenzen teilnehmen.“ Malak gibt zu: „Ich fand, zu Hause zu lernen ist schwierig.“ Ihre Mitschülerin Ayliz ergänzt: „In der Schule wird es besser erklärt.“

„Ich wünsche mir, dass Corona nicht mehr so stark ist“

Wie alle, wünschen sich auch die Schülerinnen und Schüler, dass die Pandemie bald vorbei ist. Nicht nur wegen des normalen Schulalltags, den dann doch alle mehr oder weniger vermissen. „Ich wünsche mir, dass wir wieder normal zur Schule gehen können. Wir kriegen dann nicht so viele Aufgaben, die wir zu Hause machen müssen“, findet Ayliz. Arda bringt es auf den Punkt: „Ich möchte einfach nur, dass Covid 19 weggeht und ein normales Leben führen. Ich möchte einfach mal wieder ins Kino gehen.“ – „Ich wünsche mir, dass Corona nicht mehr so stark ist und man mehr unternehmen kann und nicht nur zu Hause ist“, sagt Shirine. Hoffen wir, dass dieser Wunsch bald in Erfüllung geht.

B. Waschk

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Das hat es an unserer Schule auch noch nicht gegeben: eine Zeugnisausgabe, die sich über zwei Vormittage hinzieht! Der Grund dafür ist (natürlich) die aktuelle Corona-Lage. In ganz Deutschland findet der Unterricht derzeit von zu Hause aus statt. Dennoch sollte es die Halbjahreszeugnisse zu den vorgesehenen Terminen geben. Wie sollte das gehen?

Das Schulministerium hatte es den Schulen zur Wahl gestellt, wie sie die Zeugnisübergabe konkret organisieren. Eine digitale Überstellung wäre ebenso möglich gewesen wie die persönliche Abholung. Wie viele andere Schulen im Land hatte sich die Gertrud-Bäumer-Realschule für die persönliche Abholung entschieden. Diese Entscheidung war nach sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile gefallen. Dabei stand natürlich außer Frage, dass die persönliche Abholung der Zeugnisse nur unter strikter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln erfolgen konnte.

So kamen die Jahrgangsstufen 5 – 7 schon am Donnerstagvormittag zur Schule, die höheren Jahrgangsstufen dagegen am Freitagvormittag. Bei insgesamt 29 Klassen war diese Teilung die erste sinnvolle Maßnahme. Die Tatsache, dass die Klassenräume unserer Schule über mehrere Gebäude verteilt sind, stellte einen weiteren Vorteil dar; eine Entzerrung ergab sich dadurch von selbst. Außerdem waren die Schülerinnen und Schüler einzeln und in 10-minütigen Abständen von ihren Klassenlehrer/innen in die Schule bestellt worden. All dies trug dazu bei, dass es keine Menschenansammlungen auf den Fluren oder dem Schulhof gab. Der Mund-Nasen-Schutz gehört in diesen Tagen sowieso zum Alltag dazu.

Die Ausgabe der Zeugnisse erfolgte ebenfalls „mit Abstand“: die Klassenlehrer/innen hatten zum Teil „Abgabetheken“ vor den Klassenräumen aufgebaut. Dazu weit geöffnete Fenster und Türen – da war Vorsicht geboten, dass die wichtigen Dokumente nicht durch den Raum geweht wurden! Einige Klassen erhielten ihre Zeugnisse sogar vom Schulhof aus durch das Fenster – praktisch, wenn der Klassenraum ebenerdig direkt am Schulhof liegt!

Für die Schüler/innen wie auch ihre Lehrer/innen war es bei aller räumlichen Distanz  dennoch schön, dass sie sich – wenn auch kurz – einmal persönlich und „analog“ sehen und sprechen konnten. Hoffen wir, dass die Infektionszahlen weiterhin sinken, dass das Lernen in der Schule bald wieder möglich sein kann.

B. Waschk

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