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NICHT VERGESSEN! ***13. Dezember *** Mündliche Prüfungen Kl. 10

... Gertrud-Bäumer-Realschule Essen

100 Jahre Einheit in Vielfalt

(Stand November  2009)

 

Dieses Schulprogramm dokumentiert die pädagogische Arbeit der vergangenen Jahre, unsere Schwerpunkte und die Maßnahmen, mit denen wir unsere zuküftigen Ziele erreichen wollen. Es stellt eine Übereinkunft über die erzieherische Arbeit von Schülern, Eltern und Lehrern da.

 

 

Teil I: Wir über uns

 

Die Gertrud-Bäumer-Realschule, früher Gertrud-Bäumer-Schule, wurde bereits im Jahre 1913 als gehobene Mädchenschule an der Altenessener Straße gegründet. Mit dem Umzug im Jahre 1961in die Grünstraße 54 und der Benennung nach Gertrud Bäumer, die sich vor allem mit der sozialen Frage und der  Frauenbewegung auseinandersetzte, verbesserte sich die räumliche Situation erheblich. Der gemeinsame Unterricht von Jungen und Mädchen begann mit dem Schuljahr 1974/75. 

Wir sind die größte Realschule in Essen mit zurzeit 700 Schülerinnen und Schülern und haben konstant hohe Anmeldezahlen, die unsere gute Arbeit bestätigen. Seit dem Herbst 2008 sind alle Schülerinnen und Schüler auf dem Gelände an der Grünstraße untergebracht. Die bis dahin ausgelagerten Klassen fünf zogen gemeinsam mit den SchülerInnen der Klasse 6 in einen Neubau auf unserem Gelände.

Aus der Lage der Gertrud-Bäumer-Realschule ergeben sich für unsere Arbeit besondere Schwerpunkte. In Altenessen, wie in vielen Städten und Stadtteilen im nördlichen Ruhrgebiet, leben Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zusammen. Die Zahl der Kinder, die ursprünglich nicht aus Deutschland stammen, steigt stetig. Das Aufeinandertreffen von sehr unterschiedlichen Kulturen erfordert erhöhte Integrationsbemühungen auch in der Schule.

Die hohe Arbeitslosigkeit und ihre sozialen Folgen führen zu einer Häufung sozialer Probleme im Essener Norden, denen wir mit pädagogischem Handeln begegnen müssen. 

Mit Beginn des Schuljahres 2009/10 sind wir eine gebundene Ganztagsschule. Sobald wir über die räumlichen Voraussetzungen, u.a. eine Mensa, verfügen, starten unsere Fünft- und Sechstklässler an drei Nachmittagen mit dem Ganztagsbetrieb. An den Tagen mit Nachmittagsunterricht sollen die Kinder die Möglichkeit haben, ihre Hausafgaben in der Schule zu machen. Weiterhin ist verstärkter Klassenlehrerunterricht in dieser Zeit geplant, damit Projekte zur Entwicklung eines „Wir-Gefühles“ in dieser Zeit umgesetzt werden können.

 

 

Unsere pädagogische Grundorientierung

 

Wir sehen als Lehrerinnen und Lehrer unsere vorrangige Aufgabe darin, unsere Schüler zum gelungenen Einstieg in das Berufsleben, zu einer erfolgreichen Fortsetzung ihrer Schullaufbahn und der Teilhabe am kulturellen Leben zu befähigen. Insofern ist die solide Ausbildung in allen Fächern besonders wichtig.

Hierbei kommt nach unserer Auffassung dem sozialen Lernen eine immer größer werdende Bedeutung zu. Der freundliche und gewaltfreie Umgang miteinander, das Ausbilden eines Wir-Gefühles,  die Entwicklung geeigneter Konfliktlösungsstrategien und die Erziehung zur Toleranz und Regelakzeptanz sollen ein entsprechendes Lernklima schaffen. 

Als Realschule ist unser vorrangiges Ziel, unsere Schülerinnen und Schüler für den Ausbildungsmarkt zu qualifizieren. Hierbei rückt immer mehr die Vermittlung von sogenannten Schlüsselqualifikationen in den Vordergrund, damit sich unsere Schüler dem schnellen Wandel im Berufsleben anpassen können. Der geringeren Anzahl an Ausbildungsplätzen und der teilweisen Umorientierung unserer Schülerinnen und Schüler müssen wir ebenfalls Rechnung tragen, in dem wir auch gezielt auf den Übergang in die Sekundarstufe II vorbereiten. 

Wir berücksichtigen die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Fähigkeiten unserer Schüler, indem wir gezielt im  Unterricht und mit zusätzlichen Angeboten individuell fördern. 

Es ist uns wichtig, unseren Schülern einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Umwelt und ihrer Gesundheit nahe zu bringen. Dies geschieht durch vielfältige thematische Bezüge im Unterricht und projektorientiertes Lernen. 

Nicht zuletzt soll das Lernen und Leben in der Schule auch Freude machen. Wir wollen, dass sich unsere Schüler mit ihrer Schule identifizieren, dass sie Anregungen zur sinnvollen Freizeitgestaltung erhalten und in ganzheitlichen Zusammenhängen lernen. Wir wollen eine lebendige Schule sein!

 

 

 

Teil II: Wie wollen wir unsere pädagogischen Ziele umsetzen? – Unser schulisches Programm

 

Die oben aufgeführten pädagogischen Ziele sollen durch eine besondere Schwerpunktsetzung in unserer Arbeit mit Eltern und Schülern erreicht werden. Sie sind die Säulen in unserem Haus des Lernens:

 

Individuelle Förderung als Grundlage

 

Das Förderkonzept der Gertrud-Bäumer-Realschule

 

Die individuelle Förderung gilt als Grundprinzip pädagogischen Handelns sowohl für das Unterrichten  als auch für das Erziehen.

Gerade dem individuellen Fördern kommt durch den gesellschaftlichen Wandel eine immer größer werdende Bedeutung zu. Schülerinnen und Schüler weisen aufgrund unterschiedlicher sozialer und familiärer Bedingungen sehr abweichende Lernvoraussetzungen auf. Weiterhin sind sehr unterschiedliche Interessen und Neigungen, zum Beispiel bezüglich einer möglichen späteren Berufswahl, ausgeprägt.

Um allen Schülern und Schülerinnen adäquat begegnen zu können, sollen sich die Fördermaßnahmen nach den individuellen Notwendigkeiten richten und bieten leistungsstärkeren und leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern folgende Forder- und Förderangebote:

 

Ergänzungsstunden Klasse 5: Im ersten Schulhalbjahr werden die Schüler und Schülerinnen durch gezieltes Methodentraining auf eine selbstständige Arbeitsweise vorbereitet. Behandelt werden Fragen wie: Wie erledige ich meine Hausaufgaben? Wie sollte mein eigener Arbeitsplatz aussehen? Wie und wann bereite ich mich sinnvoll auf eine Klassenarbeit vor? Neben diesen allgemeinen Lernmethoden werden spezielle Trainingseinheiten zu Grundlagen in den Fächern Deutsch und Mathematik vermittelt. Im Weiteren werden schwerpunktmäßig Lesetechniken trainiert.

 

Ergänzungsstunden Klasse 6: Zu Beginn der Klasse 6 werden die Kinder nach fachbezogenen Stärken und Schwächen verschiedenen Lerngruppen klassenübergreifend zugeordnet. So erfolgt gezielte Förderung bei Schwächen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Leistungsstärkere Kinder erhalten ein zusätzliches Forderangebot im Fach Deutsch. In regelmäßígen Abständen (den Erprobungsstufenkonferenzen) wird die Zuordnung geprüft und, wenn nötig, geändert.

 

Ergänzungsstunden Klasse 7: Das Konzept zur Umsetzung der Ergänzungsstunden in Klasse 7 wird zurzeit überarbeitet. Der Ergänzungsunterricht erfolgt in dieser Jahrgangsstufe im Klassenverband. In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden derzeit Selbstlernmaterialien erstellt, anhand derer Schüler und Schülerinnen Grundlagen wiederholen und fachspezifische Defizite aufarbeiten können. Für Leistungsstärkere werden zusätzliche Forderangebote erstellt. Da diese Lernmaterialien selbsterklärend und mit eindeutigen Lösungshinweisen versehen sind, wird jeder Fachlehrer im Rahmen der Ergänzungsstunde Schüler in den drei Fächern fördern können.

 

Ergänzungsstunden Klasse 8: In dieser Jahrgangsstufe wird der Mathematikunterricht um eine weitere Stunde ergänzt. In dieser Unterrichtsstunde werden Selbstlernmaterialien zur differenzierten Förderung eingesetzt, sodass jeder Schüler, jede Schülerin ihre individuellen Schwächen bearbeiten kann. Diese Lernmaterialien wurden im Rahmen eines Projektes („Schulen im Team“) mit dem konkreten Ziel entwickelt, unsere SchülerInnen besser auf die Lernstandserhebungen in der Klasse 8 vorzubereiten. Weiterhin wird ein Selbstlernzentrum Mathematik für die Jahrgangsstufe 8 angeboten. Hier können interessierte Schülerinnen und Schüler individuell an vorhanden Lücken arbeiten, Freude an mathematischen Lösungswegen umsetzen oder sich gezielt auf die Lernstandserhebung im Fach Mathematik vorbereiten. Mathematisch besonders begabte Schülerinnen und Schüler erfahren auf diesem Wege eine selbstgesteuerte Förderung. Die Arbeit erfolgt anhand einer eigens zu diesem Zweck erstellten umfangreichen Lernkartei und wird von Tutoren kompetent betreut. In Kürze werden die Übungsmaterialien durch Lernsoftware erweitert, so dass die Schülerinnen und Schüler auch an Laptops arbeiten können, die mit den Fördermitteln des Projektes angeschafft wurden.

 

Ergänzungsstunden Klasse 9/10: Im Schuljahr 2009/10 gibt es erstmals in Klasse 9 vier  und in Klasse 10 drei Ergänzungsstunden. Mit jeweils einer Stunde wir zusätzlich im  Fach Englisch gefördert. Bis zur einer umfassenderen Regelung, die dann auch die Jahrgangsstufe 10 einbezieht, wird in Klasse 9 eine Ergänzungsstunde im Bereich der Berufswahlvorbereitung erteilt. Insgesamt wollen wir mit den verstärkten Maßnahmen („Berufswahlpass“, Projekttage Berufspräsentationen,...) den Anteil unserer Schüler und Schülerinnen erhöhen, die nach dem Schulabschluss unmittelbar eine Berufsausbildung beginnen. (s. auch Diagramm S. 8) An den Wahlmöglichkeiten im Bereich des ehemaligen Wahlpflichtfaches II wird vorerst festgehalten.

Neben gezielten Fördermaßnahmen in Mathematik und Englisch und Kursen zur Vorbereitung auf den Übergang in die Sekundarstufe II, ermöglicht dies eine Neigungsdifferenzierung auch hinsichtlich möglicher späterer Berufsinteressen. Im Schuljahr 2009/10 standen den SchülerInnen Angebote aus den Bereichen Informatik, Grafik und Design, Hauswirtschaft, Sport, Mathematik, Englisch, Spanisch, Musik (Schulband), Textilgestaltung und Streitschlichtung zur Wahl.

 

Forderangebot im Fach Französisch (DELF): Schülerinnen und Schüler, die an einer anerkannten europäischen Zertifikatsprüfung zur Beherrschung der Französischen Sprache (DELF A1/A2) teilnehmen wollen, werden auf diese Prüfungen vorbereitet und während der Durchführung begleitet.

 

LRS-Förderung: Für Schülerinnen und Schüler mit einer diagnostizierten Lese- und Rechtschreibschwäche bieten wir Förderunterricht, der auf diese Defizite zugeschnitten wird.

 

Leseförderung: Die Leseförderung erfolgt auf zwei unterschiedlichen Ebenen. Zum einen geht es um die Vermittlung von Freude am Lesen, also der Steigerung der Lesemotivation. Mit Lesewettbewerben, dem Besuch der Stadtteilbücherei und verschiedenen Unterrichtsvorhaben und –projekten im Bereich Kinder- und Jugendbücher wollen wir grundsätzlich zum Lesen anregen.

Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen aus dem Schuljahr 2008/09 haben deutlich gemacht, dass viele unserer Schüler und Schülerinnen im Bereich des Leseverstehens Defizite aufweisen. Um dem entgegen zu steuern, soll in den Jahrgangsstufen 5 – 7 ein verbindliches Methodentraining  installiert werden. Vor allem in den Ergänzungsstunden der Klassen 5 und 6 und ggf. projektartig über „Methodentage“ (in Anlehnung an das Konzept der Realschule Enger) sollen den Schülern bessere Fertigkeiten zum Textverständnis vermittelt werden. Um weitere Förderangebote für Kinder mit einem Migrationshintergund anbieten zu können, haben wir weitere Lehrerstunden (Stellen für Integrationshilfen) bei der Bezirksregierung beantragt. Im Falle der Bewilligung sind in den Jahrgangsstufen 5 – 7 je nach Leistungsstärke der Kinder Maßnahmen in Kleingruppen im Umfang von zwei Unterrichtsstunden pro Woche geplant.

 

„Fit für die Versetzung“: Unsere Schule beteiligt sich seit dem Schuljahr 2008/09 am „Komm – mit“ –Projekt der Landesregierung NRW.  Ziel dieses Projektes ist die Halbierung der Sitzenbleiberquoten innerhalb von drei Jahren. Hierzu werden den teilnehmenden Schulen 0,3 Lehrerstellen zur Umsetzung zur Verfügung gestellt. Die Stunden dieses Kontingentes fließen bei uns in „Fit für die Versetzung“ ein. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine individuelle Beratung und Betreuung von SchülerInnen, die nach dem ersten Schulhalbjahr versetzungsgefährdet sind. Während des zweiten Schulhalbjahres erfolgt eine regelmäßige Begleitung der Kinder und Jugendlichen durch Lehrerinnen und Lehrer. Im Schuljahr 2007/08 wurde dieses Verfahren erstmalig erprobt. Die Anzahl der nichtversetzten Kinder ist seitdem deutlich im Vergleich zu den Vorjahren gesunken.

Projekttage zur Vorbereitung der Lernstandserhebungen und Zentralen Prüfungen: Im Rahmen von Projekttagen werden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8/Klassen 10 gezielt  auf die Prüfungen und die für sie eher ungewohnten Aufgabentypen und Testverfahren vorbereitet. Die Prüfungssituation wird simuliert und in früheren Jahrgängen verwendete Aufgabestellungen bearbeitet.

 

Musikklasse: Seit dem Sommer 2006 setzen wir an der GBS das Projekt Musikklasse um. Viele unserer Schüler sind musikbegeistert, sodass sich gleich im ersten Jahr fast 50 unserer neuen Fünftklässler dafür gemeldet haben. Gebildet wurde eine Musikklasse, in der die Kinder als Grundlageninstrument zunächst die Blockflöte kennen lernen. Nach dieser Grundausbildung erhalten sie in der Klasse 6 eine Heranführung an die Instrumente Gitarre, Schlagzeug und Klavier. Hieran schließt sich die individuelle Entscheidung der Schülerinnen und Schüler an, welches Musikinstrument sie in Klasse 7 intensivieren möchten. Abgeschlossen werden kann dieser Lehrgang mit einer Musikklassenprüfung, in der die speziellen Kenntnisse jedes Schülers festgehalten werden. Die Musikklasse vermittelt neben den musikalischen Kenntnissen durch das gemeinsame Musizieren auch im besonderen Maße soziales Lernen (Teamfähigkeit) und Zuverlässigkeit. Sorgfalt oder Genauigkeit sind auch Lerneffekte, die sich positiv in anderen Fächern als Lernerfolg spiegeln.

Die Teilnahme am Unterricht ist mit geringen zusätzlichen Kosten verbunden (20 € im Halbjahr). Nach Klasse 7 können die Schüler und Schülerinnen in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften weiter musizieren.

 

Beratung: Neben der fachspezifischen Förderung bieten wir natürlich auch weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote. Eingebunden sind hier unsere Schulsozialarbeiterin Frau Schünemann,  die Beratungslehrer/innen und selbstverständlich die Klassenleitungen. Hierbei kooperieren wir auch mit anderen Einrichtungen (z.B. Schulpsychologischer Dienst, RAA).

 

Hausaufgabenbetreuung/Förderunterricht (extern): Außerhalb der direkten schulischen Unterstützung gibt es noch die Möglichkeit, ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Hausaufgabenbetreuungsangebot (Klassen 7-10) und Förderunterricht in Anspruch zu nehmen. Da zum Schuljahr 2010/2011 die Klassen 5 und 6 in den gebundenen Ganztag übergehen, kann ein weiterer Betreuungsbedarf nur am „kurzen Dienstag“ (Untericht bis max. 13.20 Uhr) oder in der Zeit von 15.15 bis 16.00 Uhr bestehen. Eltern, die für diese Zeit eine Betreuung benötigen, schließen einen Betreuungsvertrag mit dem Verein „DUBAS“. Der Verein organisiert und garantiert eine verläßliche Übermittagsbetreuung, die vom Land NRW so bezuschusst wird, dass nur geringfügige Kosten entstehen (zurzeit ca. 1 € pro Betreuungsstunde). Pädagogische Fachkräften übernehmen die Betreuung der Kinder und bieten, wenn zusätzlich erwünscht, weiteren Förderunterricht an. Frau Kreyhan, die Koordinatorin des Vereins, die regelmäßig in der Schule präsent ist, ermöglicht Absprachen bezüglich notwendiger Hilfestellungen und fachlicher Förderschwerpunkte auch mit den jeweiligen Fachlehrern der Kinder.

 

 

Schwerpunkt Berufswahlvorbereitung

 

Wir sind eine Realschule in einem besonderen Umfeld, deshalb sehen wir uns besonders zu Hilfestellungen beim Weg in die Berufswelt verpflichtet. Zentraler Bestandteil der Berufswahlvorbereitung ist das dreiwöchige  Schülerbetriebs-praktikum, das in der neunten Klasse durchgeführt wird. Das Praktikum wird von Lehrkräften der Schule im Team intensiv betreut und vor- wie nachbereitet. Es fördert die Kontakte zwischen unserer Schule und den Betrieben der Umgebung. Durch den ständigen Kontakt zu den Praktikumsbetrieben und die Überprüfung der Praktikumsbedingungen gewährleistet die Schule, dass eine sinnvolle Anbindung an die Ausbildungsplatzsuche gegeben ist.

Für besonders wichtig halten wir die Rückmeldungen der Betriebe über das Verhalten und die im Praktikum gezeigten Leistungen. Sie geben uns Hinweise darüber, ob unsere Bemühungen, die Jugendlichen fit für den Ausbildungsmarkt zu machen, erfolgreich sind. Hierzu haben wir einen Rückmeldebogen in Zusammenarbeit mit Eltern und Ausbildungsbetrieben entwickelt, der zum einen in die Bewertung der Praktikanten einfließt und zum anderen Defizite aufzeigen kann, die wir bearbeiten müssen.

Im Fach Deutsch und Politik werden bereits in Klasse 8 Anforderungsprofile von Berufen erarbeitet. So gelangen die Schüler zu konkreteren Vorstellungen über Tätigkeiten in speziellen Berufsbereichen und können gezielter Praktikumsplätze suchen, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechen. Zum Schuljahr 2008/09 wurde erstmalig der Berufswahlpass eingesetzt. Mit diesem Material werden die Schüler und Schülerinnen unterstützt, ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten zu erkennen. Weiterhin bündelt dieser Materialordner alle sonstigen Vorbereitungen auf die Berufswahl, sodass allen Jugendlichen später ein vollständiger Ordner mit Hinweisen zu Bewerbungen, Lebenslauf, Hilfsangeboten und anderen wichtigen Informationen zur Verfügung steht.

In diesem Jahr führen wir ein Kompetenzfeststellungsverfahren in Klasse 8 durch, dass durch die Initiative „Zukunft fördern“ des Landes NRW mit 5000 € finanziert wird. Wir werden uns auch in der Zukunft um die entsprechenden Fördermittel bewerben.

Die Berufswahl wird auch in verschiedenen Fächern in der Doppeljahrgangsstufe 9/10 im Unterricht vorbereitet:

  • Im Fach Deutsch: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch, Simulation von Vorstellungsgesprächen, Untersuchung von Stellenangeboten ...
  • Ergänzungsstunde Berufswahlvorbereitung Klasse 9: Schritte zur Berufswahl, Zeitpläne, Berufe und Berufsfelder, Anforderungen in Berufen/Berufsfeldern, Merkmale eigener Fähigkeiten, geschlechtsspezifische Berufswahl…
  • Projekttage Berufswahl Klasse 9: Im Schuljahr 2009/2010 wurden die Projekttage in dieser Form erstmalig durchgeführt. Ausbildungsbetriebe aus dem Stadtteil stellen verschiedene Ausbildungsberufe und ihre Erwartungen an mögliche Ausbildungsplatzbewerber vor. Die Schüler können zu allen Themenbereichen Fragen stellen und auch Kontakte hinsichtlich Praktika oder sogar möglicher Ausbildungsplätze knüpfen. Weitere  Bestandteile der Projekttage sind ein Verhaltenstraining für das Vorstellungsgespräch, eine „Typberatung“ zur passenden Kleidung, das Formulieren und Schreiben von Bewerbungen am Computer unter Beachtung der derzeit gängigen Anforderungen und die Simulation eines Einstellungstests.

In den Klassen 9 und 10 gibt es eine Reihe von weiteren Aktivitäten, die der Berufswahlvorbereitung dienen. Dazu zählen Beratungen (Einzelgespräche, allgemeine Informationsveranstaltungen, Besuche im BIZ) durch die Bundesagentur und Informationsveranstaltungen einiger Verbände, der Bundeswehr oder weiterführender Schulen.

Mädchen erhalten am „Girls Day“ die Möglichkeit in sogenannte technische „Männerberufe" zu schnuppern, Jungen lernen Tätigkeiten kennen, die häufig Bestandteile vermeintlich typischer „Frauenberufe“ sind.

Alle Schüler nehmen außerdem an einem Bewerbertraining der Barmer Ersatzkasse teil.

 

Computerkenntnisse für alle 

Ein weiterer Schwerpunkt der Berufswahlorientierung ist die Schulung im Umgang mit neuen Medien. Jede Schülerin und jeder Schüler der Klasse 6 erwirbt im Rahmen eines Computerführerscheins Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC, die ihn in die Lage versetzen, in der Schule und privat einfache Arbeiten selbstständig auszuführen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die grundlegenden Programme und den Umgang mit dem Betriebssystem Windows kennen, sie lernen einfache Texte zu erstellen und erhalten eine Einführung in die sichere Nutzung des Internets. Nach Klasse 6 bieten wir im Rahmen der Differenzierung  die Möglichkeit, einen Informatik- kurs als viertes Hauptfach zu wählen. Dabei orientiert sich der Unterricht stark an den Erwartungen, die Betriebe heute an ihre Auszubildenden stellen. Außerdem gibt es für die Schülerinnen und Schüler mit einem anderen Schwerpunkt als Informatik die Möglichkeit, in Klasse 9 oder 10 einen zweistündigen Informatikkurs (z.B. Grafik, Homepagegestaltung...) im Rahmen der Neigungsförderung zu belegen. So erhält  jede Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit, grundlegende Kenntnisse im Bereich Informatik und neue Medien zu erwerben, die in vielen Bereichen des heutigen Berufslebens unerlässlich sind.

 

Förderung des Überganges in die Sekundarstufe II

Die Situation auf dem Aus-bildungsmarkt hat sich in den vergangenen   Jahren kontinuierlich verschlechtert. Deshalb entwickelt sich die Fortsetzung   der Schullaufbahn für unsere Schüler, entweder über den Besuch der Oberstufe   eines Gymnasiums/Gesamtschule (GY/GS) oder eine berufsorientierte schulische   Weiterbildung an den Berufskollegs, zu einer    echten Alternative. Das Schaubild zeigt, mit welchem prozentualen   Anteil unsere Schüler  nach Klasse 10   in Schulen oder Ausbildung wechselten.

Deshalb erhalten unsere Schüler  über allgemeine Orientierungshilfen hinaus die Möglichkeit,  Berufskollegs und ihre Bildungsangebote kennen zu lernen.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass beim Wechsel in die gymnasiale Oberstufe Schwierigkeiten auftreten können. Deshalb werden auch im Bereich der Fremdsprachen, konkret über Angebote im Bereich der Neigungsförderung, weitere „Trainingsmöglichkeiten“ geboten. Hierzu werden Kurse (mit bis zu 15 Schülerinnen und Schülern) gebildet, in denen Inhalte geübt werden, die den vergleichbaren Anforderungen zum Ende der Sekundarstufe I des Gymnasiums entsprechen. Zurzeit gibt es Angebote in den Fächern Englisch, Spanisch, Französisch (DELF-Sprachzertifikat) und Mathematik. Insgesamt ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt sind, gestiegen:

 

 

Schwerpunkt Soziales Lernen

 

Soziales Lernen an unserer Schule bedeutet, das Schulleben so zu gestalten, dass alle Schüler und Schülerinnen von Beginn der Klasse 5 an die Fähigkeit und Bereitschaft erlernen können, sozial verantwortlich zu urteilen, zu entscheiden und zu handeln. Dabei ist es wichtig, in der Schulgemeinschaft die Unterschiedlichkeiten aller Schüler und Schülerinnen zu akzeptieren und sich in Konfliktfällen rational auseinander zu setzen. Wir möchten die Bereitschaft fördern, mit anderen zusammen zu arbeiten und Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen. Die Bausteine dieses Konzeptes sind:

 

Gewaltprävention

Unsere Schule liegt mitten in einem Stadtteil, der durch das Zusammenleben vieler Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturkreisen geprägt ist. Abweichende Vorstellungen vom Zusammenleben und dem Umgang mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten führen auch in der Schule zu Situationen, die nicht immer gewaltfrei gelöst werden. Oft fehlt den Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein, mit ihrem Verhalten Grenzen zu überschreiten oder sogar gegen Gesetze zu verstoßen. Neben den schulischen Maßnahmen (z.B. Streitschlichtung, Kompass-Programm, Lions-Quest etc.) setzen wir hier auch früh auf gezielte Informationen und Beratung durch die Jugendkontaktbeamten der Polizei. Regelmäßig werden die Klassen 6 besucht und eine „Aufklärungsstunde“ zu Täter- und Opferverhalten abgehalten. Wir konnten bisher beobachten, dass diese Veranstaltungen bei den Schülerinnen und Schülern einen guten Anklang finden und ihnen nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

 

Kompass-Programm

Das Kompass-Programm ist ein pädagogisches Konzept, welches durch spezielle Unterrichtseinheiten die Gemeinschaft und das Miteinander in den Jahrgangsstufen 5 und 6 fördert. Enthalten sind Themen, wie „Ich und die anderen“, „Gefühlswelten“, „Klassengemeinschaft“ so wie praktische Vorschläge und Spiele für die Klasse.

Nachdem das Kompass-Programm auf einer schulinternen Lehrerfortbildung allen Lehrern und Lehrerinnen vorgestellt worden ist, wurden Teile sowohl in thematisch entsprechende  Unterrichteinheiten eingebunden als auch ganz allgemein als Mittel zur Stärkung einer Klassengemeinschaft eingesetzt. Besonders in der Einführungswoche der Fünferklassen (siehe „Sanfter Übergang“) werden regelmäßig Teile des Kompass-Programms verstärkt durchgeführt. Weitere Bestandteile werden zur Zeit im Politikunterricht der Klasse 5 aufgegriffen.

 

Lions Quest

Erstmalig im Schuljahr 2007/08 haben die Kinder der 5. Klassen die Gelegenheit im Rahmen einer Klassenlehrerstunde am Lions-Quest-Programm "Erwachsen werden" teilzunehmen.

Das Programm hilft Jugendlichen, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen, sich sowohl in der Schule als auch zu Hause besser mitteilen zu können, Konflikte zu lösen und eigene Entscheidungen unabhängig vom Gruppendruck zu treffen und "Nein!" zu sagen zu Alkohol und anderen Drogen. Das Programm befasst sich mit den folgenden sieben Themengebieten:

Stärkung des Selbstvertrauens und Fähigkeiten zur besseren Kommunikation

Gefühle verstehen und mit ihnen umgehen

Freundschaften verbessern und Gruppendruck standhalten

Die Beziehungen in der Familie stärken

Die Veränderungen der Teenagerzeit verstehen

Gesund und frei von Sucht leben

Sich Ziele für ein erfolgreiches und gesundes Leben setzen

Übungen und Gespräche fördern eine positive, angenehme Lernatmosphäre. Die Schüler und Schülerinnen werden helfen, Regeln zu finden, sich gegenseitig zu respektieren und Schlüsselqualifikationen zu lernen, die ihnen helfen werden, sich auf die kommenden Veränderungen zu freuen. Die Beteiligung der Eltern ist wesentlich für den Erfolg des Programms und damit ausdrücklich gewünscht!

 

 

Streitschlichter – Programm

Die Grundidee von Streitschlichtung ist, Kinder und Jugendliche in einer sensiblen Lebensphase zu begleiten und zu unterstützen, in der sich grundlegende ethische und moralische Werte entwickeln. Umfragen unter den SchülerInnen haben ergeben, dass sich Schüler in Konfliktsituationen erst als letztes und häufig verpöntes Mittel an ihre Lehrer wenden. Mitschüler werden als Vertraute und Vermittler deutlich bevorzugt. Es liegt daher nahe, die Schlichtung von Konflikten als feste Einrichtung zunächst in die Hand der Schüler zu geben. Um einen einheitlichen Rahmen zu garantieren, eingebunden in ein pädagogisches Konzept, haben wir uns für das „Streitschlichterprogramm“ entschieden, das nun bereits seit mehreren Jahren erfolgreich läuft.

Dieses Konzept sieht vor, dass ein ausgewählter Schülerkreis aus verschiedenen Schulstufen zu Schlichtern ausgebildet wird. Seit einigen Jahren haben wir aus diesem Grund eine Streitschlichter-AG eingerichtet. Ziel dieser AG ist es, die SchülerInnen für Konflikte zu sensibilisieren, ihnen Rahmenbedingungen einer Schlichtung zu vermitteln und sie zu einer selbstständigen Streitschlichtung zu befähigen.

 

Unsere Erfahrungen aus den letzten Schuljahren haben gezeigt, dass diese AG-Form sich bewährt hat. Klassenübergreifendes Arbeiten, Freiwilligkeit und die Verteilung der Verantwortung auf zwei Lehrkräfte werden die Arbeit in der AG weiterhin prägen. Auch die relativ hohe Anzahl der Schüler erweist sich als positiv.

Mittlerweile schlichten die Streitschlichter weitgehend selbstständig. Die Konfliktparteien melden sich zu einer Schlichtung an, die betreuenden Lehrer kümmern sich um ein geeignetes Schlichtungsteam und einen unterrichtsverträglichen Termin, die Streitschlichter suchen mit den Streitenden nach einer zufriedenstellenden Lösung und halten diese schriftlich fest.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die bisherige Umsetzung des Konzeptes und die Streitschlichtungen der nächsten Zeit darauf hoffen lassen, den Schulfrieden zu fördern.

 

Trainingsraum-Konzept

Leider ist es wie an anderen Schulen auch bei uns so, dass Unterrichtsstörungen den Alltag in der Schule zunehmend belasten und das Lehren und Lernen erschweren. Aus diesem Grund hat sich eine Arbeitsgruppe von Lehrern unserer Schule mit dem Konzept eines „Trainingsraums“ auseinandergesetzt, der seit März 2007 an unserer Schule eingeführt worden ist.

Die Hauptidee des Programms besteht darin, Schülerinnen und Schüler dazu anzuleiten, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und die Rechte anderer zu respektieren. Das Trainingsraumkonzept zielt darauf ab, Schüler und Schülerinnen, die den Unterricht stören, durch eigenverantwortliches Denken zu einer Verhaltensänderung zu führen. Dadurch soll Unterrichtsstörungen entgegengewirkt und eine deutliche Besserung des Lernklimas erreicht werden.

Bei massiven Unterrichtsstörungen wird der Schüler/ die Schülerin vom Fachlehrer in einen betreuten Raum geschickt, in dem er/sie sich ausführlich schriftlich über das Fehlverhalten äußern muss und Vereinbarungen formuliert, um in Zukunft Störungen zu vermeiden und Klassenregeln einzuhalten. Falls ein Schüler/ eine Schülerin zweimal an einem Tag bzw. insgesamt dreimal in den Trainingsraum geschickt wird oder falls er /sie auch noch im Trainingsraum stört, wird er/sie nach telefonischer Rücksprache mit den Eltern nach Hause geschickt. Die betroffenen Eltern bitten wir dann mit ihrem Kind am darauffolgenden Unterrichtstag zu einem Beratungsgespräch mit der Schulsozialarbeiterin bzw. Schulleitung. Erst nach diesem Gespräch und konkreten Vereinbarungen für das künftige Verhalten darf der Schüler/ die Schülerin wieder am Unterricht teilnehmen.

Eine erste Auswertung des Trainingsraumkonzeptes hat gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der LehrerInnen das Konzept als deutliche Entlastung betrachtet und massive Störungen spürbar nachgelassen haben. Auch die SchülerInnen begrüßen, dass störende Mitschüler aus dem Unterricht geschickt werden und der Unterricht fortgesetzt werden kann. Der Erfolg des Konzeptes zeigt sich auch darin, dass nur bei wenigen SchülerInnen mehr als ein Gespräch mit der Schulleitung notwendig gewesen ist, während die Mehrheit ihr Verhalten geändert hat und Klassenregeln einhält.

 

„Sanfter Übergang“

Der Begriff „Sanfter Übergang“ steht für Maßnahmen und Unterrichtsprojekte, die den Neuanfang unserer Schülerinnen und Schüler in der Klasse 5 begleiten. Hiermit sollen Ängste und Vorbehalte vor der neuen Umgebung abgebaut werden und schnell eine echte Klassengemeinschaft entstehen.

Bereits am Ende der 4. Klasse können sich im Rahmen eines Kennenlernnachmittages die neuen Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und die künftigen KlassenlehrerInnen „beschnuppern“ und Einblicke in die neue Schule erhalten. Zudem findet der Unterricht der neuen Klassen 5 in der ersten Schulwoche ausschließlich bei den Klassenlehrerinnen statt. In diesen Tagen wird verstärkt auf die Herausbildung einer gut funktionierenden Klassengemeinschaft hingearbeitet. Gesprächsregeln, sowie die Einübung von Strategien zur Streitlösung sind ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt (siehe „Kompass-Programm“). Darüber hinaus werden – neben den ersten „richtigen“ Unterrichtseinheiten – Maßnahmen zur Verschönerung der Klassenräume, Spiele zum Kennenlernen sowie Verkehrserziehung durchgeführt.

Am Ende der ersten Schulwoche sind auch die Eltern eingeladen, um die neue Umgebung und die neuen MitschülerInnen ihrer Kinder kennenzulernen. Die Resonanz der Kinder und Eltern, aber auch der Klassenlehrerinnen am Ende der ersten Schulwoche ist durchweg positiv.

 

  

Schwerpunkt lebendige Schule

 

Die Gertrud-Bäumer-Realschule ist eine lebendige Schule, denn hier ist über das ganze Schuljahr immer viel los: Wir feiern zusammen und wir machen zusammen Sport, wir musizieren gemeinsam, wir machen Ausflüge und Klassenfahrten und wir gestalten unsere Schule.

Ebenso steht das Lernen moderner europäischer Fremdsprachen im Miteinander auf dem Programm: Auf Fahrten nach Lüttich bzw. Paris üben die Schüler und Schülerinnen der Französischklassen das besondere französische Flair, gemeinsam macht das auch viel mehr Spaß.

Da in Altenessen der Sport und der Fußball vor allem einen große und aufregende Tradition haben, ist unser alljährliches Sportfest ein Muss: Viele Schüler/innen führen hier dann die Trikots ihrer Vereine vor. Es zeigt sich, dass der Sport im Verein und der Sport an der Schule viel gemeinsam haben, besonders wenn sportlich engagierte Schüler/innen dann gute Ergebnisse bei Schulwettkämpfen „einfahren“.

Besinnliches bietet die Gertrud-Bäumer-Realschule auch: Angefangen beim adventlichen Kaffeetrinken. Dies ist ein Termin, der bei den Altenessenern fest im Kalender verankert ist. Denn immer am Samstag vor dem 1. Advent findet in der Schule der große Weihnachtsbasar mit vielen Leckereien und besonderen Basteleien sowie Aufführungen der Theater- und Musikgruppen statt. Dieser Termin ist für Ehemalige eine gute Gelegenheit, die alte Schule und viele Lehrer wiederzusehen.

Klassenfahrten werden großgeschrieben: Ob zu Sportschulen in Münster oder im Sauerland, ob in die Alpen oder an die Ostsee, wo die Lehrer der Gertrud-Bäumer-Realschule den Schüler/innen außerhalb des üblichen Strand- und „Abhäng“-Urlaubs viele Möglichkeiten bieten. Gern gewählt als Abschlussfahrt ist auch die Skifreizeit in den Alpen.

Alljährliche Konzerte und Theateraufführungen der Schulband, Musikklassen und Theater-AG bereichern unser Schulleben. Ob Gottesdienste wie der kurz vor Weihnachten, ob Abschlussfeiern, wenn die 10er uns dann verlassen, es gibt viel zu tun, die neuen Ideen reißen nicht ab und werden umgesetzt, zum Wohle unserer Schüler und Schülerinnen.

 

 

Schwerpunkt Gesundheits- und Umwelterziehung

 

Umwelterziehung

Für eine Schule in einem dicht besiedelten Stadtteil ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern einen Zugang zur Natur zu eröffnen und ökologische Fragestellungen nahe zu bringen. Das geschieht nicht nur im Unterricht, sondern auch durch praktische Erfahrungen, den Besuch außerschulischer Lernorte, die Erkundung des Schulumfeldes sowie durch die Garten- AG. Unsere Ziele verfolgen wir, indem wir mit Eltern, Schülern und außerschulischen „Experten“ zusammenarbeiten.

Im Schulumfeld lernen die Schülerinnen und Schüler heimische Bäume, Sträucher, Vogelarten und durch den Menschen beeinflusste Gewässer kennen. Im Grugapark können sie unter Nutzung der wechselnden Angebote der „Grünen Schule“ durch Anschauung am „Realobjekt“ lernen.

Der Besuch eines Bauernhofes oder einer Bäckerei in der Umgebung konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit der Notwendigkeit moderner Produktionsmethoden für die Sicherung der Versorgung der Bevölkerung. Hierbei steht das Spannungsfeld ökonomischer Notwendigkeiten und ökologischer Forderungen im Mittelpunkt.

Besuche des Bergbaumuseums in Bochum, der Zeche Zollverein oder des Landschaftsparks Duisburg Nord zeigen exemplarisch die Bedeutung des Kohlebergbaus und der Schwerindustrie, die auch das landschaftliche Bild unserer Region nachhaltig geprägt haben.

Für die weitere Gestaltung der Umwelterziehung haben wir uns das Ziel gesetzt, in jedem Schuljahr mindestens einen Unterrichtsgang zur Umwelterziehung durchführen.

 

Gesundheitserziehung

Die Gesundheitserziehung zieht sich durch alle Bereiche des Schullebens. Gesundheit bedeutet körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden. Wesentliche Ziele der Gesundheitserziehung an unserer Schule sind daher:

  • - Hinführung unserer Schüler zu einer verantwortungsvollen, gesunden und aktiven Lebensführung
  • - Vermittlung von Kenntnissen über den eigenen Körper, seine Leistungsfähigkeit und gesundheitliche Zusammenhänge: Folgen von Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung, Stressfaktoren, Vermeidung von Erkrankungen usw.
  • - Stärkung der Persönlichkeit und sozialen Integration zur Sucht- und Gewaltprävention, Vermittlung von Kenntnissen über Suchtgefahren und gesundheitliche Folgen des Drogenkonsums
  • - Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der eigenen Sexualität
  • - Anleitung zu einem gesundheitsgerechten und verantwortungsvollen Verhalten beim Sport

Hierzu wichtige Aspekte werden besonders in den Fächern Biologie, Sport und Politik behandelt sowie in aufeinander abgestimmten fächerübergreifenden Unterrichtsvorhaben aufgegriffen. Im Rahmen der Differenzierung ab Klasse 7 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen Biologie-Schwerpunktkurs zu belegen, in dem Gesundheits- und Umwelterziehung eine besondere Rolle spielen.

Die Gesundheitserziehung findet darüber hinaus auch in weiteren Angeboten der Neigungsförderung Klasse 9/10, besonderen Projekten und in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern statt:

In der Neigungsförderung Hauswirtschaft werden Grundlagen der gesunden Ernährung vertieft und gesundes Kochen und Zubereiten gelernt. Regelmäßige Projekte zum Thema „Gesundes Frühstück“ sollen auch jüngeren Schülerinnen und Schülern eine gesunde Ernährung näher bringen.

Im Sportbereich haben wir ein breit angelegtes Angebot für Jungen und Mädchen. Neben dem Sportunterricht, Angeboten im Bereich der Neigungsförderung und freiwilligen Sport-AG´s suchen wir immer nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb der Schule. Im laufenden Schuljahr existiert ein Mädchenfußballprojekt mit dem TV Altenessen und ein Tanzkurs, finanziert aus Mitteln der Übermittagsbetreuung. Grundsätzlich wollen wir diesen Bereich und die Zusammenarbeit mit Sportvereinen der Umgebung auch mit Blick auf unseren Ganztagsbetrieb ausbauen.

Regelmäßig führen wir Kletterprojekte an der Zeche Helene durch, Sport- und Spielfeste sind feste Bestandteile des Schuljahres, wie die Durchführung von Klassenfahrten mit sportlichem Schwerpunkt.

Jährlich werden Erste Hilfe-Kurse für die Schüler der Klassen 9 und 10 angeboten.

Der Bereich „Sexualität und Partnerschaft“, der ausführlich im Fachunterricht thematisiert wird, wird darüber hinaus für die Mädchen der Klassen 6 und 9 durch besondere Beratungsangebote außerschulischer Partner (z.B. Schulärztin, Krankenkasse) ergänzt. In den Klassen 8 und 10 finden zusätzlich Projekt zur Sexualerziehung in Kooperation mit verschiedenen Beratungsstellen statt (AWO, Caritas).

 

Gesundes Frühstück/Verpflegungsangebote

Im Bereich des gesunden Frühstücks bieten engagierte ehrenamtliche Mütter zurzeit ein Frühstück an drei Tagen in der Woche an. Die „Mac Mothers“ bieten gesunde und vitaminreiche Kost an (z.B. belegte Brötchen, Obst, Joghurts...). Das Angebot wird von unseren Schülerinnen und Schülern begeistert angenommen. Da wir im kommenden Schuljahr nach entsprechenden baulichen Veränderungen über eine Mensa verfügen werden, können dann die Schüler an Tagen mit Nachmittagsunterricht ein warmes Mittagsgericht zu sich nehmen. Auch hierbei soll die gesunde Ernährung im Vordergrund stehen. Dann soll das Angebot an weiteren Verpflegungsangeboten, z.B. über einen Kiosk, ausgebaut werden.

 

Bewegte Pause

Mit der feierlichen Einweihung unseres neu gestalteten Schulhofes im Oktober 2009 haben wir das Projekt „Bewegte Pause“ endlich umsetzen können. Mit Hilfe der Eltern, der Schüler und Schülerinnen und verschiedener Sponsoren konnten wir ca. 50 000 € an Spendengeldern einnehmen, sodass der Schulhof unter anderem mit einem Niedrigseilgarten, Kletterwänden und einem Spielgerätecontainer, voll bestückt mit diversen Sport- und Spielgeräten, ausgestattet werden konnte. Hierfür allen Beteiligten noch einmal einen herzlichen Dank. Diese Sport- und Spielangebote werden seither intensiv genutzt.

Die Bewegung als Ausgleich zum meist sitzenden Lernen schafft aktive Erholung und einen Spannungsabbau. Ausgeglichene Kinder, die ihren natürlichen Bewegungsbedürfnissen nachgekommen sind, können sich besser auf Lernstoff konzentrieren und verhalten sich insgesamt ruhiger. Unmittelbar nach Freigabe der Spiel-, Sport- und Klettergeräte zeigte sich der große Bewegungsbedarf unserer Schülerinnen und Schüler und die Atmosphäre auf dem Schulhof während der Pausen war spür- und beobachtbar entspannter.

Die bereits bestehenden Sportstätten auf unserem Schulhof und dem angrenzenden Fußballplatz sollen noch in diesem Jahr sarniert werden, sodass die Angebote noch vielfältiger werden. Bei der Umgestaltung des Schulhofes wurden bewusst auch mehr Sitzmöglichkeiten und ein „offenes Klassenzimmer“ geschaffen. Mit der Umsetzung des gebundenen Ganztages besteht hier vor allem mit Blick auf die Mittagspause und die notwendigen „Ruhezonen“ ein großer Bedarf.

 

 

 

 Teil III: Fortbildungsplanung

 

Um unsere pädagogische Arbeit weiter zu entwickeln, neue Ansätze aufzunehmen und uns veränderten Herausforderungen stellen zu können, sind Fort- und Weiterbildungen sehr wichtig. Da uns als Schule nur ein eng begrenztes Fortbildungsbudget zusteht, muss vom Lehrerkollegium festgelegt werden, welche Fortbildungen besondere Priorität besitzen. Hierbei orientieren wir uns natürlich an unseren festgelegten Schwerpunkten und Zielen.

In diesem und dem letzten Schuljahr wurden zu folgenden thematischen Schwerpunkten Fortbildungen durchgeführt:

- Souveräner Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern (06/2008, Teilnehmer: das gesamte Kollegium)

- Kooperatives Lernen: Methoden und ihr Einsatz im Unterricht (06/2009, Kollegium)

- Individuelle Förderung

a) Methodentraining für eigenständiges Lernen (10/2009, Hospitation Realschule Enger, Vertreter der Fachschaften Deutsch, Mathe, Englisch)

b) Mathematik begreifen (11/2009, Fachschaft Mathematik)

c) Fortbildungstag: Methoden individueller Förderung (11/2009, Kollegium)

Fortbildungsbedarf besteht in der Zukunft vor allem in den Bereichen individueller Förderung, Diagnoseverfahren zum Leistungsstand und bei Lerndefiziten und Leseförderung. Wir suchen bereits nach geeigneten Moderatoren oder Fortbildungsanbietern.

 

(Schulprogramm Stand 25.11.2009 Kh)

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